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Heimathonig

28. April 2010

Das Frühstücksbrot mit gutem Honig aus der Region, der richtig schmeckt, ist eine meiner ersten Kindheitserinnerungen. Heimathonig nimmt sich nun all der Imker Deutschlands an und bringt sie dem Kunden näher. Egal wo in Deutschland ich lebe, hier finde ich den Imker in meiner Nähe und kann den Honig direkt aus meiner Region beziehen. Sollte ich zu den Faulen gehören, bestell ich ihn einfach online, denn Heimathonig hat auch einen eigenen Vertrieb über die Webseite. Honig ist ein Produkt, bei dem man die Herkunft schmeckt, und bei Heimathonig kann ich Genaueres über die Imker, die Herstellung, den Standort der Bienen und die Qualität des Honigs erfahren. Laut Heimathonig gibt es 85.000 Imker in Deutschland. Die meisten Betriebe sind zu klein um eine Webseite zu haben, also kann man sie nun gebündelt auf der neu entstandenen Seite rund um den Honig finden. Für einen Beitrag von 60 Euro im Jahr wird der/die BienenzüchterIn hier vorgestellt und kann seinen/ihren Honig verkaufen. Auch gibt es ein Lexikon, in dem man alles rund um den Honig, die Biene und die Aufzucht erfahren kann. Ein tolles Geschäftsmodell und eine gelungene Seite.

Kwirl Mariahilferstraße 11 Graz

23. April 2010

Bei meinem letzten Heimaturlaub in Graz bin ich die neu belebte Mariahilferstraße runtergelaufen, in der sich in den letzten Jahren viel getan hat. Vom neuen Nähcafe zur Haarschneiderei, beide liebevoll eingerichtet und gestaltet, über alteingesessene Antiquitätenläden hin zu dem Designerladen Kwirl. Kwirl bietet DesignerInnen aus Graz die Möglichkeit ihre Produkte zu produzieren und zu präsentieren. Die meisten Produkte im Laden wurden von Grazern produziert und oder beschäftigen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Ich habe mich für den im Moment allgemein beliebten Mistkübel Paperbag (Mülleimer) aus alten Werbeplakaten, der in diesem Falle von der Grazer Designerin Ulla Klopf genäht wurde, entschieden und wurde von der Verkäuferin bestens über die Designerin und ihre Kreationen informiert. Auch wurden uns weitere Designer vorgstellt und wir haben allerhand Kuriositäten entdeckt. Der von Iris Kastner geführte Laden sollte bei einem Besuch in Graz keinesfalls fehlen, wenn man vom Kunsthaus die neu belebte Mariahilferstraße entlangbummelt. Ich werde jedenfalls bei meinem nächsten Grazbesuch gerne wieder vorbeischauen.

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Gemüse, Obst, Eier, Gurken und mehr Lübbenerstr.16

9. April 2010

Seit 1991 steht jeden Dienstag, Freitag und Samstag der Gemüsestand von Jürgen Rietz and der Wrangelstraße Ecke Lübbener Straße.
Es fällt mir immer schwer daran vorbeizugehen, vor allem weil Jürgen einen immer charmant überredet eine seiner Köstlichkeiten zu probieren. Wenn ich mit einem: “Das musst du probieren”, ein Stück Birne, eine leckere Tomate oder eine Spreewaldgurke in den Mund geschoben bekomme und kaufe ich euforisiert durch den guten Geschmack  auch gleich etwas.

Jürgen hat zu DDR-Zeiten in der LPG im Gewächshaus gearbeitet. 1980 hat er dann seinen Hof in Werder übernommen. Das Angebot des Hofes hat sich nach dem Kundenbedarf entwickelt und Jürgen geht gerne auf die Wünsche seiner Abnehmer ein. Der Verkauf macht Jürgen am meisten Spaß, denn da kommt er in Kontakt mit seinen Kunden, für die er auch arbeitet. Der Hof ist ein Familienbetrieb und wird von sechs Leuten bewirtschaftet. Zwei davon sind angestellt. Der Anbau macht viel Arbeit, meint Jürgen. Sie bewirtschaften 2500 Quadratmeter, 3 Hektar davon sind Äpfel, sechs Gemüse. Wer schon einmal den Apfelsaft von Jürgen probiert hat, weiß das Äpfel seine Spezialisierung sind und wird immer wiederkommen, um die verschiedenen Sorten durchzuprobieren. Ich bevorzuge den hellen Elsterapfelsaft für 2 Euro, der er nicht so süß ist und einfach süchtig macht.

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Lokalkonsum stellt die Klinik der Dinge vor

8. April 2010

Lokalkonsum arbeitet mit der Klinik der Dinge an einem neuen lokalen Service

Die Klinik der Dinge soll ein Ort der Kommunikation sein, an dem sich Designer und Menschen aus der Umgebung treffen und neue Lösungen für „erkrankte“ (fehlerhafte, nicht mehr geliebte, unnütze) Objekte/ Dinge finden und diese umsetzen.
Durch den direkten Ideenaustausch mit den Kunden kommt es zu individuell gestalteten Lösungen. Diese Interaktion löst einen soziokulturellen Wandel aus, da der Designer für und mit dem Kunden neue Lösungsansätzte außerhalb bisher erlernter Strukturen sucht. Der Kunde lernt mit dem Designer eine neue Sicht der Dinge und neue Ideen kennen und mit diesen umzugehen. Die Mentalität mit Objekten zu interagieren sowie übliche Designprozesse werden hinterfragt.

Im Moment befinden wir uns gerade in einer Forschungsphase in der es darum geht herauszufinden welche Dinge umgewandelt werden können und freuen uns auf Eure Hilfe!

www.KlinikderDinge.de
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Heldenmarkt Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum

28. März 2010

Dieses Wochenende fand zum ersten Mal die Verbrauchermesse Heldenmarkt für nachhaltigen Konsum statt. Die Messe war ein buntes durcheinander von elektro Motorrädern, grünen Banken, über Kulinarisches hin zu Elektronik und Mode.Viele Projekte stellten sich vor

Besonders interessant fand ich Berliner Läden wie Lilly green ein “concept Store für nachhaltiges Design” der auch einen ganz tollen Blog betreibt, den Möbelhersteller inligna, der mich mit seinem schlichten Design beeindruckte und die feine Auswahl an Designgegenständen von schoener waers wenns schoener waer.

Über diese Läden wird es sicherlich in Kürze noch mehr auf Lokalkonsum zu lesen geben.

Die Auswahl an fairen Alternativen im Elektronik Bereich ist momentan minimal. Dementsprechend spannend finde ich den Versuch des Projektes PHefe diese Produktpalette um ein erstmal recht kleines Produkt zu erweitern- die Maus. Im Moment sind sie in der Pilotphase und wollen 5.000 Mäuse aus recyceltem Material unter fairen Bedingungen in Deutschland produzieren. Hoffentlich findet dieses Projekt anklang bei den Verbrauchern und ein baldiges Umdenken in der Elektronik Branche statt.

Ich freue mich auch schon auf den Sommer wenn wir dann zur Schnapsverkostung und Weinverkostung nach Brandenburg fahren zum Beispiel auf das Weingut im Zölberich oder zur ersten Brennerei und Hofmosterei im Oderbruch.

Alles in allem war die erste Messe für nachhaltigen Konsum sehr gut besucht und hatte eine kleine feine Auswahl an Austellern.


Arm und Sexy, Reuterstr.62

8. März 2010

Claudia suchte sich im April 2008 einen Laden um die Ecke ihrer Wohung. Sie hatte schon immer eine Leidenschaft für Porzelan und hat zu diesem Zeitpunkt beschlossen damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine weitere Motivation für sie war, Teil des lebendigen Straßenlebens in ihrem Kiez zu sein und sich mit den Menschen in ihrer Umgebung über schöne Dinge auszutauschen. Bei “Arm und Sexy” findet nicht nur ausgewähltes Porzelan, sondern auch Möbel und Erlesenes aus den 20ern bis zu den 80ern. Jeden Monat lädt Claudia Künstler ein, eine Austellung zu einem Thema, das sich auf den Laden bezieht, zu gestalten. Im Moment ist es “Feste feiern”. Zum zweijährigen Bestehen des Laden wird es eine Fotoaustellung zum Thema “Bitte recht freundlich” geben. Claudia verkauft auch von ihr selbst gestaltetes Porzelan. Es sind Fotos die in ca 20 Arbeitsschritten auf alte Porzelanteller übertragen werden.
Ökologisches Bewusstsein spielt für Claudia eine große Rolle. 2nd Hand ist für sie nicht nur Zeitgeist, es sorgt auch für Nachhaltigkeit. Der Laden wird mit Ökostrom und Gas betrieben, die Wandfarbe ist handgerührtes Casein aus dem Malerladen in der Pücklerstraße. Claudias Geschäft ist immer einen Besuch wert und wer sich für die kommenden Ausstellungen interessiert kann, sich im Internet und auf Twitter über Neues aus der Reuterstraße informieren.


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Nick Page Guitars, Nansenstr.32

4. März 2010

Mit 14 wollte Nick einfach nur Krach machen. In seinem Elternhaus gab es jedoch nur eine klassische Gitarre und ein Harmonium. Für eine E-Gitarre war kein Geld da, also baute sich Nick kurzentschlossen am Küchentisch seiner Mutter selbst eine. So entstand der Legende nach die erste Nick Page Gitarre. Bis heute hat Nick nichts anständiges gelernt. Zusammen mit seinem Bruder Andre, der gelernter Tischlermeister ist, baut er seine Gitarren, die er weltweit verkauft. In der Nansenstraße werden Gitarren repariert, auch klassische, Sonderanfertigungen nach Kundenwünschen sowie die hauseigene Marke der Nick Page Gitarren und Bässe gefertigt. Für Nick spielt Ökologie eine große Rolle. Seine erste Priorität ist es, den Regenwald zu schützen, da das Holz für die Gitarren aus diesem stammt und immer seltener wird. Um bei diesem Raubbau nicht mitzumachen, kauft Nick alte Restbestände der edlen Hölzer auf. Sein neuestes Forschungsprojekt beruht auf dem Prinzip des Resoglas, welches in den 60er Jahren entwickelt wurde. In Kürze wird es eine nachhaltige Linie seiner Gitarren geben, die mindestens 300 Jahre hält und dann recyclet werden kann, verrät Nick mir mit einem Lachen.


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J. R Sewing, Hobrechtstr.18

26. Februar 2010

J.R Sewing in der Hobrechtstr existiert seit 2 Jahren. Jana hat diesen Namen als Anspielung auf die Kultserie Dallas gewählt. Auf ihren T-Shirts, die momentan noch das beliebteste Kleidungsstück ihres Ladenateliers sind, steht „Is mir egal, ich lass das jetzt so!“. Diesen Eindruck habe ich allerdings nicht, als ich den Laden betrete und Jana und ihre Freundin Nina antreffe. Beide sind wild am Renovieren, denn am 10. März ist Wiedereröffnung. Mit Flex und Bohrmaschine bewaffnet machen sich die Beiden daran, alles neu zu gestalten. Die Freundinnen haben sich beim Mode Design Studium in Berlin kennen gelernt und werden von nun an auch den Laden in der Hobrechtstraße gemeinsam bespielen. Jana träumt davon das Neuköllner Roh T-Shirt zu kreiiren. Gemeinsam mit dem Neuköllner Modenetzwerk möchte sie ökologisch hergestellte Stoffe beziehen und dann in Neukölln T-Shirts produzieren, die wiederum auch anderen Berliner DesignerInnen als Rohmaterialien dienen sollen.

Nina Leonhard hat sich auf Schmuck und Taschen spezialisiert. Diese bezieht sie aus England und den USA und in Kürze wird es diese in Kreuzkölln bei J.R Sewing zu erstehen geben. Ich freu mich schon auf die Eröffnung.


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Ponyhütchen, Pücklerstr.33

22. Februar 2010

Lilli hat vor 5 Jahren ihren ersten Laden als Experiment erröffnet. Noch währen ihrer Ausbildung zur Heilpraktikerin bekam sie in einer ausgestorbenen Ecke des Prenzlauer Bergs einen heruntergekommen Laden mietfrei. Sie renovierte ihn und hatte 3 Stunden am Tag geöffnet. Der Laden wurde bald zum Geheimtip.
Lilli beschloß in einen belebten Kiez zu ziehen und fand nach langer Suche Ende 2007 Ponyhütchen in der Pücklerstraße. Ausgesuchte Möbel aus den 50ern, 60ern und 70ern, Trash und kurioses gibt es hier zu vernüftigen Preisen zu kaufen. Lilli hat ihren Blick schon früh geschult, da sie ab ihrem 16ten Lebensjahr ihrer Tante bei Wohnungsauflösungen half und häufig Flohmärkte besuchte. Ponyhütchen ist nun ihr Leben. Den Beruf der Heilpraktikerin kann sie auch noch ausübern, wenn sie älter ist, gesteht sie mir lachend.
Ponyhütchen gibt es auch im Web unter pretty-stuff. Ich gehe immer wieder gerne in diesen Laden und schaue was es Neues zu entdecken gibt.


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Malerladen Amindobe, Pücklerstr.30

22. Februar 2010

Der Malerladen Amindobe wurde 1981 als Frauenkollektiv gegründet. Die 4 Gründerinnen haben jeweils die zwei Anfangsbuchstaben ihres Vornamen verwendet und so enstand der Namen Amindobe.
Heute führen 3 andere Frauen das Geschäft. Hier werden Naturfarben und Lacke verkauft und Maschinen rund um die Wohnungsrenovierung vermietet.


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